Im allgemeinen Sprachgebrauch gilt die Arthrose als eine mit Abnutzung, Verschleiß und Alter assoziierte, degenerative Gelenkerkrankung, die am Knorpel beginnt. Im Rahmen einer fortschreitenden Arthrose, die mit akut entzündlichen Stadien (Arthritis) einhergehen kann, kommt es zu verschiedenen Verschleißstadien an Knorpel und Menisken, die aufgrund ihrer Strukturschäden zu weiterer Deformation des Gelenkinneren führen können. Im fortgeschrittenen Krankheitsstadium dominieren im Röntgenbild knöcherne Formstörungen mit Konturverlusten, sekundären Achsfehlstellungen bei klinisch grober Verformung des gesamten Kniegelenkes. Im Röntgenbild des Kniegelenkes ist dann kein innerer Gelenkspalt mehr zu sehen.

Angeborene Achsabweichungen der Kniegelenke (O-Bein und X-Bein) können diesen Prozess beschleunigen, so dass es bei fortgeschrittener Verschleißsituation immer häufiger zu entzündlicher Kapselschwellung des Kniegelenkes, Überwärmung mit Gelenkflüssigkeitsvermehrung kommt.

Maßgeblich für die Diagnosesicherung ist immer noch die konventionelle Röntgenuntersuchung mit Aufnahmen in 2, ggf. auch 3 Ebenen, am exaktesten in digitaler Technik. Bei Überwärmung und Schwellung des Gelenkes wird mittels Ultraschalldiagnostik in 2 Schnittebenen festgestellt, ob sich freie Flüssigkeit (Erguss) im Gelenk befindet. Dies ist für die weitere Therapie von besonderer Bedeutung.

Zur Klärung der Knorpelsituation, von Meniskusrissen und zur Bestimmung von Operationsindikationen oder Operationsarten wird die moderne diagnostische Schnittführungstechnik in Form der Magnetresonanztomographie (MRT) hinzugezogen.

Therapien bei Gelenkarthrose

Da Arthrose grundsätzlich nicht heilbar ist und unbehandelt immer weiter fortschreitet, ist ein wichtiger therapeutischer Ansatz, dass "Stoppen" der degenerativen Verschleißprozesse.

Wissenschaftlich anerkannte Therapien bei Arthrosen sind:

  • Spezifische Behandlung mit Hyaluronsäure die unter sterilen Bedingungen in das betroffene Gelenk gegeben wird
  • Im Bereich der traditionellen chinesischen Medizin wird die Akupunktur erfolgreich bei chronifizierten, aktivierten und teilweise auch bei entzündlich veränderten Arthrosen angewandt.
  • Allgemeine Ansätze für die Arthrosetherapie finden sich bei wissenschaftlich belegten Nahrungsergänzungsstoffen, die in spezieller pharmakologisch belegter Dosis bei gegebener Indikation zum Teil rezeptiert werden können.
  • Ebenso kann man durch Korrektur der Fußstellung in Verbindung mit Bettung und Dämpfung des Fußauftrittes zusätzlich Einfluss auf die Achsstellung des Sprunggelenkes und des Kniegelenkes erzielen um ggf. eine Entlastung des betroffenen Gelenkanteils zu erreichen.
  • Im besonderen speziellen Fall nach vorheriger Röntgen- und Kernspindiagnostik kann eine Gelenkarthroskopie (Gelenkspiegelung) mit Beseitigung der mechanisch störenden Schäden zu einer Stabilisierung des Krankheitsbildes und deutlicher Reduktion der Beschwerden führen.

Wenn alle konservativ oder minimal invasiven therapeutischen Verfahren nicht mehr wirksam sind, bleibt als letzte aber große invasive Maßnahme der teilweise oder komplette Gelenkersatz z.B. von Knie oder Hüfte.

 

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